Krampfadern erfolgreich entfernen, mit diesen Methoden!

Eine selbsterkannte  Venenschwäche von betroffenen Personen sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Mit einem fortschreitenden Alter steigt die Erkrankungshäufigkeit an Krampfadern. Dabei sind drei mal mehr so viele Frauen von Krampfadern betroffen als Männer. Die ersten Anzeichen von Krampfadern können sich schon ab einem Alter von 30 Jahren einstellen. Die Ursachen einer idiopathischen Varikose liegen in einer Bindegewebeschwäche, die angeboren ist. Bei einer solchen Varikose wird das Blut mittels der Muskelpumpe entgegen der Schwerkraft, zum Herz transportiert. Dies geschieht, weil sich bei verschiedenen Bewegungen die Beinmuskeln verkürzen und somit das Blut in Richtung Herz pumpen. Durch die Venenklappen wird ein Rückfluss des Blutes verhindert.

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Mittlerweile taucht eine solche bei jedem zweiten Erwachsenen auf. Um Krampfadern zu entfernen, gibt es zwei Methoden. Krampfadern können mittels einer Operation oder einer Laserbehandlung, die durch deutsche Ärzte verglichen wurden, beseitigt werden. Beide Methoden helfen, dennoch birgt die modernere Methode einige Nachteile.

Die ersten Anzeichen auf eine Venenschwäche sind die geschwollenen Knöchel

In der heutigen Zeit gehören die Krampfadern-Eingriffe zu den häufigsten Operationen, die in Deutschland durchgeführt werden. Pro Jahr werden 300.000 Operationen von Ärzten in Deutschland durchgeführt. Leider leiden hierzulande mehr als 30 Millionen Erwachsene unter einer Venenschwäche. Eine Venenschwäche macht sich oft durch schwere Waden bemerkbar. Andere Begleiterscheinung einer Venenschwäche sind unter anderem kleine feine Äderchen, die lila sind. Auch dicke, blaue Adern, die sich über das ganze Bein hinstrecken, sind Anzeichen von Krampfadern. Entstehen können Krampfadern durch viel Wärme oder Übergewicht. Auch wer lange sitzt oder steht, geht das Risiko ein, Krampfadern zu bekommen.

Krampfadern sehen optisch einfach nicht gut aus und werden somit zu einem kosmetischen Problem

Krampfadern, die sich an den Beinen befinden, sind nicht nur lästig, sondern sehen zudem unschön aus. Zudem machen diese lästigen Krampfadern auch noch krank. Der große Druck, der in den Beinen entsteht, kommt von dem angestauten Blut, welches sich in den Venen befindet. Dabei wird Flüssigkeit in das Gewebe gedrückt und lassen die Füße anschwellen. Wer das nicht behandeln lässt, geht das Risiko eines Blutgerinnsels oder einem Geschwür ein. Im schlimmsten Fall kann ein solcher Blutpfropf durch den Körper zu Lunge gelangen und somit zu einer Lungenembolie führen. Die Vene, die am häufigsten ausleiert, wird von Ärzten mittels eines Eingriffes ausgeschaltet. Somit wird verhindert, dass ein solcher Blutpfropf in die Lunge gelangen kann. Die Vene, um die es sich dabei handelt, ist die Vena saphena magna. Diese Vene befindet sich an den Innenseiten der Füße und verläuft über die Schenkel bis hin zur Leiste. Ab der Leiste verläuft sie in das tiefere Venensystem.

Welche OP-Methode ist bei Krampfadern die beste?

Leider gibt es bis heute keine einheitlichen Therapieempfehlungen, wenn es um das Thema Krampfadern geht. Bis heute streiten sich die Experten, welche Methode zum Entfernen der Krampfadern am wirksamsten ist, um diese zu beseitigen. Das Stripping (die operative Entfernung der betroffenen Vene) ist die Operation, die bei einer solchen Entfernung als Standardverfahren gilt. Einige Ärzte jedoch bevorzugen zur Entfernung von Krampfadern eine neuere Methode. Diese kommt mit einer lokalen Betäubung aus und ist weniger zeitaufwendig. Die Methode, um die es sich hier handelt, ist die endovenöse Lasertherapie. Damit betroffenen Leuten geholfen werden kann, haben sich Forscher mit den Therapien auseinandergesetzt. Dabei zeigten beide Therapien Erfolge. Dabei hat die moderne Laser-Methode zu einer höheren Rückfallquote geführt.

Durch den Laser werden die betroffenen Venen verschlossen

Durch ein Loch, welches sich in der Kniekehle befindet, wird von einem Arzt ein Katheter geschoben, der so in die Krampfader gelangt und kein Blut mehr durchfließen kann. Die Wände der Vene werden anschließend mittels eines Lasers erhitzt. Dieses Verschweißen sorgt dafür, dass die Vene abstirbt. Leider bleiben bei dieser Laser-Methode kleine Seitenäste offen. Diese offenen Seitenäderchen transportieren nach geraumer Zeit erneut Blut und führen dazu, dass sich wieder Krampfadern bilden. Wer sich für ein solches Verfahren entscheidet, muss damit rechnen, dass er die Kosten, die von der Krankenkasse nicht übernommen werden alleine tragen. Diese Kosten belaufen sich auf 1300 Euro.

Betroffene Venen werden schon seit hundert Jahren herausgezogen

Der chirurgische Eingriff, das Stripping, wurde zur Behandlung von Krampfadern, schon seit 1906 durchgeführt. Die Kosten, die dabei entstanden, wurden von den Krankenkassen übernommen. Um die betroffene Vene mit einer Sonde herauszuziehen, wird an der Innenseite des Beines ein kleiner Schnitt gemacht. Bei dieser Methode werden selbst die kleinen Seitenäste des betroffenen Venensterns entfernt und die Gefahr einen Rückfall zu erleiden ist viel geringer.

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350 Patienten, die sich untersuchen lassen haben

Bei Knuth Rass, der Oberarzt an dem Institut für Dermatologie der Uni-Klinik im Saarland ist, haben Wissenschaftler 350 Patienten untersucht, die mit erweiterten Venen zu kämpfen hatten untersucht. Alle Patienten kamen für eine Entfernung der Krampfadern in Frage. Mittels einer Auslosung wurden die Patienten in zwei Gruppen geteilt, damit sie zu einem späteren Zeitpunkt verglichen werden konnten. Während die eine Gruppe sich der endovenösen Lasertherapie unterzog, ließen sich die anderen mittels Stripping behandeln. Nachdem die Forscher zwei Jahre verstrichen ließen, untersuchten sie die Patienten erneut. Dabei kamen die Krampfadern bei 155 von 185 behandelten Patienten, die sich der Lasertherapie unterzogen nicht wieder. Bei den Patienten, die sich dem Stripping unterzogen haben, waren 124 von 161 beschwerdefrei. Da sich die Wunden der Stripping Patienten seltener entzündeten und weniger Schmerzen mitbrachten, war deren Lebensqualität besser, als die der Laser-Gruppe. Allerdings erholten sich die Patienten der Laser-Gruppe schneller und erzielten öfter ein ansehnliches Ergebnis.

Bei der Laser-Therapie besteht eine höhere Rückfallgefahr

Die Ergebnisse zeigten sich erst viel später. Nachdem die Ärzte die betroffenen sichtbaren Venen ertastet haben, schauten sie mittels eines speziellen Ultraschallverfahrens etwas tiefer in das Gewebe. Leider zeigten sich bei späteren Untersuchungen, dass es unter den Laser Patienten etwa 18 Prozent gab, bei denen die Krampfadern durch die kleinen Äste wieder kamen. Unter den Stripping Patienten befanden sich lediglich 1,3 Prozent, bei denen dies der Fall war.

Was der erste Vergleich beider Therapien zeigte

Der Co-Autor, Norbert Frings, der Chefarzt und Phlebologe an der Capio-Mosel-Eifel-Klinik ist, sagte, dass im ersten direkten Vergleich der beiden Therapien, wegen der hohen Fallzahlen in der Statistik irrelevant seien. Im ersten Moment halfen beide Therapien den Patienten. Dennoch deutet die durchgeführte Studie deutlich darauf hin, dass die Stripping-Therapie der Laser-Methode, deutlich überlegen ist. Die Studie zeigte, dass sowohl bei der Laser- als auch bei der Stripping-Therapie die Krampfadern gleich gut entfernt worden und nach zwei Jahren, keine mehr nachgewachsen sind. Langfristige Effekte, die sich nach fünf bis zehn Jahren einstellen, sind bisher leider nicht erforscht worden. Frings geht davon aus, dass die Patienten, die sich der Laser-Methode unterzogen haben, eine höhere Rückfallquote haben und wieder Krampfadern bekommen.

Leider gehen die betroffenen Leute oft zu spät zu einem Arzt

Ein Ergebnis, auf das man sich verlassen kann, kann dazu beitragen, dass sich künftig mehr betroffene Menschen untersuchen und letztendlich auch behandeln lassen. Leider zeigt sich, dass die Betroffenen in einem sehr späten Stadium zum Arzt gehen. Leute, die Krampfadern an ihrem Bein bemerken und zum Arzt gehen, vermeiden unangenehme Folgen der Krampfadern, wie ein offenes Bein.

Wenn es um Krampfadern geht, könnten einige OP´s vermieden werden

Natürlich gab es Forscher, die behaupteten, dass ein Teil der Operationen unnötig sein und auch vermieden werden könnten. Diese Forscher waren der Meinung, dass in einigen Fällen, Kompressionsstrümpfe geholfen hätten. Natürlich sollten diese Strümpfe auch von den betroffenen Patienten getragen werden. Dies waren die Worte, die Gerd Glaeske bei einer Vorführung eines Heil- und Hilfsmittelreport, der 2011 stattfand und von der Barmer GEK war, sagte. Die engen Strümpfe, die einfach über die Beine gezogen werden, sorgen dafür, dass sich der Durchmesser der betroffenen Venen verringert. Durch die Verengung schließen sich die Venenklappen wieder und das chronische Venenleiden wird verlangsamt und kann im besten Fall sogar verhindert werden.